Tennis – alles Banane?

von Presse

Wer sich nicht so oft auf Tennisplätzen aufhält und dann einmal ein Medenspiel oder ein Tennisturnier besucht, dem fällt es gleich auf: Überall Bananen! - Tatsächlich scheint die Banane DAS Obst der Tennisspielerinnen und Tennisspieler zu sein.

Berühmt sind die „Erdbeeren mit Sahne“ bei den „Lawn Tennis Championships" in Wimbledon, die in Kürze wieder am 01. Juli 2019 beginnen. In 14 Turniertagen werden (für die Zuschauer) etwa 34.000 Kilogramm Erdbeeren, 8.000 Liter Sahne und dazu passend etwa 30.000 Flaschen Lanson- Champagner benötigt. - Und für die Spielerinnen und Spieler gibt es: Bananen! Immerhin 15.000 Stück – wobei nicht überliefert ist, ob diese auch alle von den Spielern gegessen werden.

Aber was spricht nun eigentlich für die Banane beim Tennis? - Man muss hier unterscheiden, nämlich zwischen „auf“ und „neben“ dem Tennisplatz. Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Nährstoffen ist sehr wichtig, im Tennis, wie auch allgemein im Sport. Doch wie sieht es während eines Spiels aus? - Man kennt die Situationen: Ein Spieler nimmt die sich Bälle, zusätzlich fünf Bananen und geht auf den Platz; ein anderer sitzt nach dem ersten Satz erschöpft auf der Bank und bittet seinen Mannschaftskameraden, ihm schnell noch ein paar Bananen zu holen. Dabei ist eigentlich klar, dass Essen auf dem Court eher kontraproduktiv ist, denn die Nahrung muss erst einmal verdaut werden und entzieht so dem Körper zusätzlich Energie. Nur wenige Bissen zu essen, bei jedem Seitenwechsel, kann dagegen hilfreich sein, um den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. - Anders als bei den Profis, dürfte ein körperlicher Einbruch während eines Matches jedoch häufig eher an der fehlenden Fitness liegen!

Einen Ernährungs-Bereich aber gibt es, der im Tennis die höchste Priorität haben sollte: Die Flüssigkeitszufuhr. Gerade im Sommer, wenn Tennisspieler bei hohen Temperaturen ihrem Sport nachgehen – das gilt für Freizeit- und Hobby-Spieler ebenso wie für Wettkampfspieler und Profis. Für alle gilt, dass die Speicher des Körpers vor einem Match aufgefüllt sein müssen. Und während des Matches ist der regelmäßige Flüssigkeitsausgleich wichtig. Für Freizeitspieler reichen Wasser und/oder eine leichte Apfelsaftschorle aus; für Wettkampfspieler meist auch, ggf. zusätzlich noch ein Elektrolyt-Getränk. Entsprechend wichtig ist es, bereits den Jugendspielern klar zu machen, dass bei jedem Seitenwechsel das Trinken von zwei oder drei Schluck Wasser ganz selbstverständlich dazu gehört – denn wenn erst einmal ein Durstgefühl aufkommt, ist es meist schon zu spät, d.h., der Körper hat seine Leistungsfähigkeit bereits zurück gefahren.

Aber jeder Mensch ist anders, und jeder Spieler muss selbst für sich die Erfahrungen sammeln, wie er den jeweiligen körperlichen Anforderungen am besten standhält. Eine Orientierung an den Profis hilft da nicht weiter – ebenso wie jeder Spieler weiß, dass er selbst mit der Ausrüstung der Profis nur so gut spielt, wie es seine individuellen Möglichkeiten zulassen.

Vielleicht aber sprechen letztlich auch einfach nur ganz praktische Gründe für die Banane auf dem Tennisplatz: Die nährstoffreiche Frucht ist von Natur aus gut „verpackt“, leicht zu transportieren und spritzt und tropft beim Öffnen nicht.

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